Was bedeutet die NLGI-Klassifizierung eines Schmierfetts?
Wenn Sie auf einer Fettverpackung die Bezeichnung NLGI 2 oder NLGI 00 sehen, fragen Sie sich vielleicht, was diese Zahlen genau bedeuten. Die NLGI-Klassifizierung ist ein internationaler Standard, der angibt, wie dick oder flüssig ein Fett ist. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl des richtigen Schmiermittels für jede Anwendung.
Was ist NLGI?
NLGI steht für National Lubricating Grease Institute, eine amerikanische Organisation, die seit 1933 Richtlinien für die Qualität und Konsistenz von Schmierfetten festlegt. Ihr Klassifizierungssystem hilft Anwendern weltweit, Fette anhand ihrer Konsistenz zu vergleichen, d. h. wie fest oder flüssig das Fett ist.
Wie wird die NLGI-Klasse bestimmt?
Die NLGI-Klasse wird durch einen Penetrationstest gemessen. Dabei wird ein standardisierter Kegel in das Fett gesteckt und gemessen, wie tief der Kegel einsinkt. Je tiefer der Kegel einsinkt, desto weicher ist das Fett.
Das Messergebnis ist eine NLGI-Zahl zwischen 000 (sehr flüssig) und 6 (sehr hart).

Wie wählt man die richtige NLGI-Klasse?
Die Wahl hängt von Temperatur, Drehzahl, Belastung und Schmiersystem ab:
Niedrige Temperaturen oder automatische Schmierung → verwenden Sie ein weicheres Fett (NLGI 0 oder 00).
Hohe Temperaturen oder hohe Belastung → wählen Sie ein festeres Fett (NLGI 2 oder 3).
Allgemeine industrielle und automobile Anwendungen → in der Regel NLGI 2, die „universelle” Wahl.
Beispiel:
Super Lube Multi-Purpose Synthetic Grease ist ein NLGI 2-Fett, ideal für Lager, Scharniere und Zahnräder unter verschiedenen Bedingungen.
Die NLGI-Klassifizierung sagt nichts über die Art des Verdickungsmittels (wie Lithium oder Kalzium) oder das Grundöl (mineralisch oder synthetisch) aus, sondern nur über die Konsistenz. Dennoch ist sie ein entscheidender erster Schritt bei der Auswahl des richtigen Fettes.
Eine gut gewählte NLGI-Klasse sorgt für optimale Schmierung, verringert den Verschleiß und verlängert die Lebensdauer Ihrer Maschinen.
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